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In Touch with Prairie Living
Juni 1998
Von Michael M. Miller
English
Die Sammlung ueber das Erbe der Russlanddeutschen an den NDSU-Bibliotheken
in Fargo spricht Familien der Prairie und ehemalige Bewohner der
Dakotas an. Auf verschiedene Weise bestaetigt sie das Erbe der Deutschen
von Russland als wichtigen Teil der Kultur der noerdlichen Ebenen.
Jolenta Fischer Masterson, Sequim, Staat Washington, eine Gebuertige
von Strasburg, N. Dak., teilt ihre Erfahrungen, als sie nach Hause
kam, in die Orte ihrer Kindheit North Dakotas, mit.
Fuer die meisten von uns ist der erste Besuch zu einem Kirchhof
eine traurige und trauervolle Angelegenheit. In den letzten fuenfzehn
Jahren habe ich gelernt, anders darueber zu denken. Mit Hilfe eines
geduldigen Gatten lief ich durch friedvolle, gut gepflegte Friedhoefe
auf Haengen in Missouri, zog ueber Kuh Weiden in Kentucky und suchte
nach dem 'Friedhof in der Waldung' wo die Knochen eines Patrioten
der amerikanischen Revolution liegen. In Neu-England sahen wir schoene,
weisse Denkmaeler aus Marmor, die von den einwandernden italienischen
Steinhauern bei Barre, Vermont, gemeisselt wurden. In Boston dienen
Schiefertafeln gut als Grabsteine. In Key West, Florida, wo Menschen
in Kästen aus Zement über Felsformationen zur Ruhe gebettet
werden, steht als Grabschrift einer Dame: "Ich habe dir gesagt,
daß ich krank war!"
Die Friedhoefe der Prairien sind anders. Vor ein oder zwei Sommern,
auf einer Reise durch North Dakota, besuchte ich mehrere Kirchhoefe.
Bei Zeeland bei der alten St. Johns Church liegt eine Mutter und
ihre sechs Kinder mit dem Datum ihres Todes 1918 begraben. War es
die Grippenepidemie? Es gab sieben identische weisse Eisenkreuze.
Der Name war Feist. Und der Wind saeuselte mir ein Prairielied in
die Ohren.
Wir gingen nach Krasna, wo so Viele auf dem Friedhof liegen, die
in dieser kleinen Ecke der Welt bei einer kleinen Kirche, der Dreifaltigkeitskirche,
die jemand versucht hatte zu restaurieren, zur Ruhe kamen. In der
Ferne ist eine runde Erderhebung. Darueber hinaus ist eine der langen
Erderhebungen, die fuer die Gegend so typisch sind. Hier liegt mein
Grossvater; die Abbildung auf seinem Stein ist so deutlich wie sie
1922 war. Da drueben sind meine Urgrosseltern. Die meisten Graeber
sind mit eisernen Kreuzen gekennzeichnet mit der Ausnahme von diesem
dort drueben in der Ecke beim Zaun. Es ist mit einer Ananas gekennzeichnet.
Warum? Und der Wind saeuselte mir ein Prairielied in die Ohren.
Wir halten bei dem alten Kirchhof von St. Mary in Hague. Ich bin
hier frueher gewesen. Liebevolle Nachfahren dieser Pioniere aus
der Region von Kutschurgan bei Odessa, Ukraine, halten mit vielen
Schichten von Aluminiumfarbe herrliche schmiedeeiserne Kreuze in
gutem Zustand. Ich fand das Grab meines Urgrossvaters, Mathias Eberle,
der innerhalb eines Jahres, nachdem er seine Familie in dieses neue
Land gebracht hatte, starb. Und ich hoere das Lied der Prairie wie
sie vor hundert Jahren.
Die Tour durch den Kirchhof bei Strasburg ist mit Nostalgie erfuellt.
In meiner Kindheit kannte ich so viele von diesen Menschen: den
Metzger, die Maenner im Lebensmittelgeschaeft, den Postbeamten,
meine Vetter und Urgrosseltern, eine Grossmutter. Sogar ein ehemaliger
Lehrer ist hier zur Ruhe gelegt. Der Wind ist jetzt staerker.
Wir besuchen P. Leonard Eckroth der Peter und Paulskirche. Er
gibt uns Hinweise zum St. Aloysius Kirchhof. Er sagte, "die Strasse
von der Farm zum Markt zu nehmen". Ich laechelte, weil ich mich
an sie als "Schotterstrasse" erinnerte. Eine lange Zeit her; ich
kannte den Weg. Wir fuhren an dem historischen Kirchhof Tiraspol,
der frueheste Kirchhof des neuen Dorfs Strasburg, vorbei. Irgendwo
habe ich eine Liste der Leute, die dort begraben wurden; jetzt ein
Weizenfeld.
Schliesslich kommen wir zum Grab meines Ur-urgrossvaters, Franz
Karl Fischer, und seiner Frau, Margaretha Kraft Fischer. Sie wollte
nicht auswandern es sei denn alle ihre Kinder und Enkelkinder kaemen
auch. So kamen sie; die Liste des Schiffs auf der Fulda weist 22
in ihrer Gruppe auf. Wir knieten und mit Taschenmessern schnitten
das Gras um die Grabsteine ab. Ich sprach ein Gebet und dankte ihnen
fuer ihren Mut. Und das Lied des Prairiewinds klang in meinen Ohren.
Informationen ueber die Germans from Russia Heritage Collection
Fuer weitere Informationen ueber die Sammlung, des zukuenftigen
russlanddeutschen Dokumentarfilms fuers Fernsehen, ueber die Reise
in die Heimat nach Odessa, Ukraine, im Mai 1999 und das Erbe der
Russlanddeutschen, nehmen sie mit Michael M. Miller, NDSU-Bibliotheken,
PO-Box 5599, Fargo, ND 58105-5599 (Telefon: 701-231-8416; E-mail:
Michael.Miller@ndsu.edu; GRHC website: http://library.ndsu.edu/grhc
Kontakt auf).
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