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In Touch with Prairie Living
In Kontakt mit dem Prärieleben, Januar, 2001
von Michael M. Miller
Germans from Russia Heritage Collection
North Dakota State University Libraries, Fargo
Übersetzung von Alice Morgenstern, Munich, Germany
English
Die Sammlung des Erbes der Russlanddeutschen an den Bibliotheken
der NDSU stellt Kontakte zu Präriefamilien und ehemaligen Dakotanern
her. Auf unterschiedliche Weise wird bestätigt, dass das kulturelle
Erbe der Russlanddeutschen einen bedeutenden Teil der Kultur der
nördlichen Ebenen ausmacht.
Am Samstag, dem 3.März 2001 werden die NDSU Libraries, Prairie
Public Broadcasting (www.prairiepublic.org) und die Germans from
Russia Cultural Preservation Foundation (die Stiftung für die
Erhaltung der Kultur der Russlanddeutschen) von 9.30-11.30 Uhr im
Theater des Civic Center Library, in Scottsdale, AZ, mit einem speziellen
Programm zu Gast sein. Dr. LaVern "Vern" Freeh, der Verfasser
des Buches: "Couldn't Be Better: The Russian Farm Community
Project" ("Besser geht's nicht! Das Gemeinschaftsprojekt
einer russischen Farm") ist der Hauptredner. Dr. Freeh stammt
aus Harvey, ND, er legte sein erstes Examen an der NDSU ab. Das
Programm ist öffentlich und kostenlos.
Das Nord Dakota Picknick findet am 4.März 2001 von 10.00-15.00
Uhr im Pioneer Park, Main Street, in Mesa, AZ, statt. Dort werden
die NDSU Libraries Informationstische aufstellen. Ich freue mich
darauf, viele Dakotaner zu diesen Ereignissen in Scottsdale und
Mesa begrüßen zu können. Wir laden Sie ein, mit
dabei zu sein.
Wir möchten gerne das Buch von Dr. Freeh näher vorstellen.
Er selbst wuchs auf einer Farm bei Harvey, ND, auf als Sohn russlanddeutscher
Eltern. In seiner Kindheit erlebte er die Weltwirtschaftskrise.
Nach dem Examen an der NDSU promovierte er zum PhD an der Michigan
State University. 12 Jahre amtierte er als Vizepräsident für
öffentliche und internationale Angelegenheiten bei Land O'Lakes.
Zu Beginn seiner Laufbahn unterrichtete er in einer einklassigen
Volksschule, später in Linton, ND, wo er die Fußballmannschaft
trainierte.
Das Buch geht der Geschichte eines Projekts nach, an dem sich der
Autor in Russland beteiligte, einem Gemeinschaftsunternehmen von
Russen und U.S. Amerikanern. Sie schufen ein Modell für die
Privatisierung und Wiederbelebung ländlicher russischer Gemeinden
nach dem Zusammenbruch des kommunistischen Regimes.
Der Verfasser läßt den Leser hinter die Kulissen schauen,
um zu zeigen, wie dieses Projekt entstand und wie es sich enwickelte.
Er hebt dabei die Rolle von so prominenten Amerikanern wie Armand
Hammer und Robert Schuller hervor. Dieses Buch ist ein ausgezeichneter
Bericht über das, was geschehen kann, wenn Menschen ihre kulturellen
und nationalen Unterschiede hintanstellen, um für das Wohl
aller zusammenzuarbeiten.
Kürzlich hat die GRHC ein interessantes Buch für die
Gemeinde der Russlanddeutschen herausgebracht: "The Germans
at the Black Sea Between Bug and Dniester," von John Philipps,
Fallbrook, CA. ("Die Deutschen am Schwarzen Meer zwischen Bug
und Dniester") Der Autor schreibt dazu: "Ich wollte beiden
Nachfahren den Sinn dafür schärfen, daß ihre Väter
und Ahnen kein ungelerntes Landarbeiterproletariat waren, sondern
fleißige, angesehene wohlhabende Landwirte, und daß
sie allen Grund haben, stolz auf ihre Vorfahren zu sein." Philipps
gibt ein lebendiges historisches, geographisches und mit Statistiken
versehenes Bild der ehemaligen deutschen Kolonien in Südrussland.
Er selbst stammt aus Landau, im Distrikt von Beresan in der Nähe
von Odessa in der Ukraine. Seine Jugend war überschattet von
Armut undHunger, obwohl er aus einer seinerzeit wohlhabenden Familie
stammte. Nach der Überwindung vieler Schwierigkeiten gelangte
er 1952 schließlich nach New York. 1955 übersiedelte
er nach Kalifornien, wo er die amerikanische Staatsbürgerschaft
erwarb. Philipps erfuhr die zerstörerische Politik Stalins
am eigenen Leib, und nach dem Zweiten Weltkrieg kam er nach Amerika,
wo er sich ein neues Heim und eine neue Heimat schaffen konnte.
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