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Marienberg: Fate of a Village
Marienberg: Schicksal eines Dorfes

Von Johann Bollinger und Janice Huber Stangl

Herausgegeben von Harold M. Ehrman, veroeffentlicht von der Germans from Russia Heritage Collection, North Dakota State University Libraries, Fargo, North Dakota, 2000, beinahe 400 Seiten, Taschenbuch und gebunden. Englisch und Deutsch in einem Band.

English

Die Germans from Russia Heritage Collection freut sich über die Bekanntgabe der Veröffentlichung des bedeutenden Buches Marienberg: Schicksal eines Dorfes von Johann Bollinger aus Wüstenrot in Deutschland und Janice Huber Stangl, Sterling in Virginia, geboren in Bowdle, Süddakota.

Johann Bollinger wurde in Marienberg geboren. Er lebte dort, bis er 1935 an das Pädagogische Institut in Odessa ging. Er lehrte in der Saporoschregion, bis er 1944 in die deutsche Armee einberufen wurde. Er wurde schwer verwundet und verbrachte ein Jahr im Krankenhaus. Als er 1946 entlassen wurde, zog er nach Vaihingen an der Enz in Baden-Württemberg. Ein Jahr lang arbeitete er als Bauarbeiter fuer 19 Pfennnig Stundenlohn.

Obwohl er für Deutsch und Russisch die Lehrausbildung gemacht hatte, musste er 1947 in Deutschland eine Lehramtsprüfung ablegen, um sein Lehrbefähigungszeugnis zu erhalten. Er trat seine erste Lehrerstelle in Talheim bei Heilbronn an. Seinen letzten Posten hatte er in der Grund- und Hauptschule in Wüstenrot als Oberlehrer und später als Rektor. Er war über 30 Jahre im Lehrberuf tätig. 1983 ging er in seinem Wohnort Wüstenrot in Pension.

An seiner Marienbergchronik arbeitete Johann seit den frühen 1950er Jahren. 1956 schickte er an Dr. Karl Stumpp in Tübingen eine Kopie seiner Arbeit. Sie blieb bis 1993 unveröffentlicht. Dann druckte Johann eine private, begrenzte Ausgabe, um sie an einige seiner Marienberger Mitbürger in Deutschland zu verteilen.

Janice Huber Stangl wurde auf einer Heimstätte in Bowdle, Süddakota, geboren. Ihre väterlichen Vorfahren kamen aus Glückstal und Kassel nach Amerika; ihre mütterlichen aus Nesselrode und Neu-Beresina. 12 Jahre besuchte sie Schulen in Bowdle und absolvierte die staatliche Lehrerbildungsanstalt in Aberdeen, Süddakota. Sie unterrichtete an einer Volksschule und lehrte Musik in den Klassen 1-12 in Selby und Dupree, Süddakota und in Gordon, Nebraska. Nach der Geburt ihrer Kinder übte sie das Lehramt an den Schulen nicht mehr aus, aber gab private Klavierstunden.

Janice ist Mitglied der American Historical Society of Germans from Russia (Lincoln, Nebraska), Germans from Russia Heritage Society (Bismarck, North Dakota) und der Glückstal Colonies Research Associaiton (Redondo Beach, California). Da sie und ihr Mann Tom grosses Interesse an der Geschichte der Russlanddeutschen haben, nahmen sie 1998 an einer Reise in die Ukraine, Moldova und Trans-Dnestr teil, um die Dörfer ihrer Vorfahren zu besuchen. Das Tourenprogramm sah auch einen Tag beim Bundestreffen in Stuttgart, Deutschland, vor. Janice traf dort ihre Seefriedverwandten, mit denen seit 1920 kein Kontakt mehr bestand. Es wurde angenommen, dass sie während des 2. Weltkrieges ums Leben gekommen waren. Janice erhielt von ihnen eine Kopie der Marienbergchronik, um sie auch an die Verwandten in Amerika weiterzugeben. Janice wurde mit Johann Bollinger, dem Verfasser der Chronik, bekannt gemacht. Die Übertragung des 40 Seiten umfassenden Werkes ins Englische, führte zu weiteren Nachforschungen und ist zu einem Buch von fast 400 Seiten geworden.

Das Buch basiert auf einer Chronik dieser Tochterkolonie der Glückstaldörfer, verfasst von Johann Bollinger. Der Band enthält auch Forschungsmaterial aus dem EWZ (deutsche Wiederbesiedelung), die sich auf Dorfbewohner aus dem Jahre 1944 beziehen, als sie ihre Flucht ins westliche, besetzte Polen antraten.

Das kürzlich erschienene Buch Odessa Märtyrergeschichte, beschreibt das Schicksal tausender Männer und Frauen aus der Odessa-Region, während der Jahre des Terrors in der Stalinära. Thomas Stangl und Harold Ehrman konnten daraus die Schicksale der Marienberger, die zwischen 1936 und 1938 verschleppt wurden, ausfindig machen. Diese Schicksale werden im Marienbergbuch wiedergegeben.

Die Briefe, die nach Nordamerika geschickt und in deutschen Zeitungen veröffentlicht wurden, sind von Homer Rudolf und Janice Huber Stangl ins Englische übersetzt worden. Sie sind von historischer Bedeutung, weil sie uns von den Schwierigkeiten und dem Elend unserer Verwandten in der Ukraine, während der Hungersnot im 1. Weltkrieg und in den frühen 1930er Jahren, berichten.

Trotz aller Entbehrungen fehlte es nicht an Humor. Manche Briefe sind witzig, humorvoll und mit passenden Sprichwörtern. Einige Briefe, die nach Amerika geschickt wurden, waren heitere Geschichten im Bergdorfdialekt. Geschichten von Wunderheilungen, starken Frauen, schlimmen Buben und volkstümlichen Festen, machen es offensichtlich, dass es sich wirklich um unsere Leute handelt.

Das Buch beinhaltet auch einige private, noch nicht veröffentlichte Briefe, die von Marienberg nach Amerika geschickt und an den GCRA und die Autorin weitergegeben wurden.

Dieses Buch richtet sich an alle, die an den Familien der Russlanddeutschen interessiert sind, auch wenn ihre Vorfahren nicht in Marienberg gelebt haben. Die Briefe geben wieder, was sich in der Ukraine und anderen Staaten der ehemaligen Ud.S.S.R. in dieser historischen Epoche zugetragen hat.

Es folgt eine unvollständige Liste der erwähnten ''russischen'' Dörfer: Alt-Posttal, Balitzki (Saratow), Balta, Bergdorf, Birsula, Glückstal, Grekowo, Hoffnungstal, Kassel, Mardarowka, Moina, Nesselrode, Neudorf, Odessa, Okna, Perekrestowo, Seebach, Sofiental, Tregrady (Friedenstal), Tschubovka, Post/Wamske Post, Wischina -- und viele andere.

Orte in Sibirien/Ud.S.S.R., die erwähnt wurden: Kasachstan, Kustanai, Perwomaiski, Sverdlovsk, Taschkent, Uralgebirge, Usbekistan; in Kanada: Alberta, Burstall, Eva, Hilda, McLain, Winnipeg, Woolchester; in den Vereinigten Staaten: Kalifornien, Kansas, Montana, Norddakota, Sueddakota, Nebraska und Washington.

Städte in Süddakota sind: Aberdeen, Bison, Bowdle, Dale, Eureka, Fairfax, Frederick, Greenway, Hosmer, Java, Long Lake, Menno, Parkston, und Roscoe. Städte in Norddakota sind: Alfred, Burnstad, Denhoff, Gackle, Hebron, Heil, Jamestown, Streeter, Turtle Lake und Zeeland. Städte in Montana sind: Circle, Glendive, Marsh, Paris, Terry, und Watkins.

Eine unvollständige Liste von Familiennamen: Ahl, Aipperspach, Bader, Bender, Bieber, Bollinger, Bonnet, Dietrich, Dobler, Dockter, Eichelberg, Eider, Eisenbeiss, Elsässer, Erlenbush, Faas, Fauth, Fischer, Foede, Geib, Georg, Göhring, Graff, Haller, Herring, Hausauer, Haux, Hettich, Heyne, Hilt, Hoffer, Hoffmann, Hohenaecker, Höpfer, Huber, Huft, Jenner, Jesser, Kaul, Keim, Keller, Kessler, Kirschenmann, Klein, Klipfel, Knorr, Kolb, Kranzler, Kurle, Laemmle, Laut, Leicht, Leno, Lippert, Maier/Mayer, Martin, Matthies, Merkel, Metzger, Mössner, Nagel, Neiffer, Opp, Pleinis, Rath, Rau, Reiser, Rieker/Ricker/Rieger/Rücker, Ritter, Rosin, Sandmayer, Schäffer, Schaible, Scheuffele, Schimke (Pastor), Schmidt, Schnabel, Schock, Schumacher, Seefried, Spitzer, Stiegelmaier, Stotz/Staatz, Stroh, Teske, Trefz, Veil, Vögele, Wagner, Weiss, Wolf und Zweygardt.

Janice Huber Stangl Johann Bollinger


Marienberg: Schicksal eines Dorfes

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