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Speyer
im Beresaner Tal der Süd-Ukraine: 1809/1810 - März 1994 heute Pestschanyi
Brod
Von Johannes Philipps
Veröffentlicht in deutscher Sprache von der Germans from Russia
Heritage Collection, North Dakota State University Libraries, Fargo,
ND, 1996, 85 Seiten, Deutsch
English
Johannes Philipps berichtet über seine Erfahrungen als Einheimischer
der ehemaligen Siedlung Landau. Während seines Landwirtschaftsstudiums
am Agrotechnikum in Landau, einer Beresan Enklave, wurde er als
studentischer Spezialist nach Speyer vermittelt, um dort weiter
im Bereich Landwirtschaft zu unterrichten.
Nach seiner Graduierung im Jahre 1937 erhielt er eine Stelle als
Diplomlandwirt am MTS in Waterloo. Die Gemeinde Speyer wurde später
der Bezirk, für den er die Verantwortung trug. Philipps wurde auch
neben seiner beruflichen Laufbahn mit dem Dorf Speyer vertraut und
nahm intelligenterweise Kontakt auf zu den im Dorf lebenden Familien,
wobei er viele Freundschaften schloss. Er steht selbst heute noch
in Verbindung mit einigen Familien.
Der Autor liefert zunächst einen geschichtlichen Überblick, bevor
er dazu übergeht, den gedeihenden Wohlstand der Siedlung Speyer
aufzuzeigen. Dabei versäumt er es nicht, auch die besonders in den
Jahren von 1917 bis 1941 aufgetretene wirtschaftliche und politische
Weiterentwicklung einzubeziehen.
In dieser 85-seitigen Erzählung, die mit zahlreichen Bildern und
Karten belegt ist, beschreibt er das Leben der deutschstämmigen
Farmer zu der Zeit, als diese noch ein unabhängiges Leben in der
Kolchose führen konnten. Er berichtet ausführlich über das Stadium
des Verlustes der Siedlungsrechte und über die bürokratische Verfolgung
durch das Sowjetregime.
Am Ende seiner Chronik beschreibt er den Ausschluss der Siedlung
Speyer und ihre Wiederangliederung an Warthegau(Polen). Mittlerweile
fertigt er Auflistungen von Familien an, die bis 1944 zurückreichen.
Philipps merkt seiner Denkschrift an: "Nun, liebes Buch, finde
weltweiten Zutritt zu den Archiven und begleite alle Nachkommen
von Speyer, wo immer sie sich auch aufhalten, und berichte ihnen
von ihrer Herkunft und der Geschichte ihrer Großväter und Großmütter."
Über den Autor
Als Russlanddeutscher hat Johannes Philipps alle Sorgen seiner
Landsleute miterlebt. Seine Jugend war überschattet von Armut und
Hunger, obwohl er aus einer wohlhabenden Familie stammte. Er erlebte
den Verlust der Bürgerrechte und die grausame Verbannung seiner
Familie. Glücklicherweise wurde er von den britischen Truppen gefangengenommen
und schließlich als Heimatloser eingestuft. Infolgedessen erbat
er seine Einwanderung in die Vereinigten Staaten.
Philipps kam 1952 in New York an, wo er sich dem Übergang in ein
neues Leben anpasste. Im Jahre 1955 siedelte er nach Kalifornien
um, wo er die amerikanische Staatsbürgerschaft annahm und dankbar
dafür war, ein gesicherteres Leben in diesem Land beginnen zu können.
Der Gehalt seines Buches basiert auf seinem eigenen Wissen über
die osteuropäische Geschichte, in die er seine eigenen Erlebnisse
einbringt, die von seinem Leben in der ehemaligen Sowjetunion herrühren.
Speyer im Beresaner Tal der Süd-Ukraine: 1809/1810
- März 1994 heute Pestschanyi Brod
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